Erwerb von Kleinwohnungen durch die Gemeinde Gisikon

Neben der alten Post, anschliessend an die 1. Etappe der Weitblick-Überbauung, wurde mit der 2. Etappe gestartet. Hier entstehen total 40 Wohnungen. Nebst den Terrassenwohnungen (analog Weitblick 11 und 13), sowie einem Mehrfamilienhaus (analog Weitblick 6) sind anschliessend an die bestehende Einstellhalle, fünf Kleinwohnungen im ersten Obergeschoss geplant. Darunter, auf Strassenniveau, plant der Bauherr einen Verkaufsladen. Diese Verhandlungen sind bereits relativ weit fortgeschritten.

In Gisikon gibt es wenig günstigen Wohnraum. Dies musste der Gemeinderat auch bei der Suche nach Wohnraum für Asylsuchende feststellen. Zudem ist die Gemeinde bei der Vergabe dieser Wohnungen von den privaten Vermietern abhängig. Auch die neu erstellten Überbauungen Weitblick und Feldhofweg bieten Wohnraum im mittleren und oberen Preissegment an. Es hat sich gezeigt, dass es für eine Gemeinde wichtig ist, auch Wohnraum im unteren Preissegment anbieten zu können. Wichtig ist aber auch, dass dieser Wohnraum der Gemeinde gehört, damit die Wohnungen verantwortungsvoll an interessierte Personen abgegeben werden können. Folgende Personen sollen diese Wohnungen mieten können:

Asylsuchende: Zurzeit hat die Gemeinde Gisikon das Soll erfüllt. Die Lage im Flüchtlingsbereich kann sich jedoch sehr schnell ändern. Gemeinden sind gut beraten, sich für diesen Fall vorzubereiten. Der Gemeinderat hätte mit Kleinwohnungen ideale Voraus-setzungen, ein zukünftiges Wohnproblem schnell zu lösen.

Junge Gisiker/innen (auf der Suche nach der 1. Wohnung): Immer wieder hört der Gemeinderat, dass es in Gisikon schwierig sei, eine kostengünstige Wohnung zu mieten. Günstige Kleinwohnungen wären ideal für eine erste Wohnung ausserhalb des Elternhauses. Gisiker/innen würden auf jeden Fall bevorzugt behandelt.

Working Poor: Für Menschen mit einem geringen Erwerbseinkommen sind günstige Wohnräume schwierig zu finden.

Studenten: Gisikon ist für Studenten gut gelegen, da die Verbindungen nach den Studienorten Luzern, Zürich und neu auch Rotkreuz sehr gut sind.

Notwohnung/Sozialhilfeempfänger: Eine der Wohnungen könnte auch als Notwohnung dienen. Schon öfters wäre der Sozialdienst froh gewesen, wenn eine solche Wohnung zur Verfügung gestanden wäre. Mit einer solchen Wohnung könnten auch Einsparungen bei den Sozialhilfekosten erzielt werden.

Klar ist für den Gemeinderat, dass sämtliche Mietverträge zeitlich befristet würden. So kann ausgeschlossen werden, dass Mieter, die besser verdienen und sich eine andere Wohnung leisten können, in der Wohnung bleiben und so den Wohnraum „blockieren“ für diejenigen, die mehr auf diesen Wohnraum angewiesen sind.

Anlässlich der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 23. November 2016, soll über den Erwerb von 3 oder 5 Kleinwohnungen entschieden werden. Der Preis wird zurzeit mit der Verkäuferschaft verhandelt und in der Botschaft entsprechend kommuniziert. Die Wohnungen werden einen Minimalstandard aufweisen. Für die Gemeinde Gisikon ist der Erwerb der Kleinwohnungen auch finanziell interessant. Mit dem heutigen Zinsniveau wird die Gemeinde Mieterträge generieren bzw. die Sozialhilfekosten senken können.

westfassade

  1. Ebene: Kleinwohnungen
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