In Gisikon macht Solarstrom Schule

Rigi Anzeiger vom 1. November 2013

Solaranlage auf Primarschulhaus Mühlematt liefert Strom
 

80’000 kWh Strom produziert die neue Solarstromanlage auf dem Dach des Primarschulhauses Mühlematt. 18 Haushalte können damit versorgt werden. Ein Pionierprojekt im Rahmen des Unterstützungsprogramms der CKW «Solarstrom macht Schule».

Vom 16. bis 18. Oktober wurden die Module für die Solarstromanlage montiert. Ein stolzer Moment auch für Gemeinderat Bruno Vogel: «Es ist sicherlich ein gutes Gefühl, eine solche Anlage realisieren zu dürfen. Aber dennoch ist es nur ein kleiner Schritt auf einem noch weiten Weg.» Das Thema erneuerbare Energiequellen liegt schon seit seiner gesamten Amtszeit auf dem Tisch. Gescheitert ist die Umsetzung gemäss Vogel bis anhin stets an der Finanzierbarkeit. «Dass sich solche Projekte während ihrer Lebensdauer ohne zusätzliche Finanzierungen nicht amortisieren liessen, war ein grosses Problem. Mit der Unterstützung durch die CKW erhalten wir eine einmalige Chance. So lässt sich die Anlage mit finanziellem Beitrag der Gemeinde vernünftig amortisieren. Unsere Gemeinde ist finanziell gesund und kann sich diese Investition leisten.» Vogel geht es dabei weniger um einen wirtschaftlichen Gewinn. Vielmehr sei die Investition ein Wegweiser in die richtige Richtung.

Mit dem Projekt «Solarstrom macht Schule» unterstützt die CKW die Luzerner Gemeinden, indem sie rund zwei Drittel der Investitionskosten übernimmt. Gemäss Dorothea Dietze, CKW Sprecherin, rechnet die CKW im Fall Gisikon mit einem Unterstützungsbeitrag von rund 155’000 Franken. Das Projekt ist noch nicht abgerechnet. «Von der Gemeinde Gisikon wurden dafür 120’000 Franken budgetiert und so wies aussieht, können wir das Budget einhalten», ist Bruno Vogel überzeugt.

Insgesamt will die CKW den Luzerner Gemeinden acht Millionen Franken zur Verfügung stellen, um auf ihren Schulhausdächern Solarstrom zu produzieren. Dorothea Dietze: «Wenn alle Luzerner Gemeinden am Programm ‹Solarstrom macht Schule› teilnehmen, können sie Strom für rund 800 Haushalte herstellen.» Gisikon ist die 2. Gemeinde, die sich entschieden hat, das CKW-Unterstützungsprogramm in Anspruch zu nehmen. CKW geht davon aus, dass weitere nach den Gemeindeversammlungen im Oktober bis Dezember dazukommen. «Mit wenigen Ausnahmen ist es bis heute ein Novum, dass Gemeinden selber Solaranlagen auf Schulhausdächern bauen und betreiben. Gisikon nimmt eine Vorreiterrolle unter den Luzerner Gemeinden ein.»

Die Anlage wird rund 80’000 kWh Strom pro Jahr produzieren, womit 18 Haushalte versorgt werden können. Gemeinderat Bruno Vogel freuts, denn: «Erneuerbare Energie wird in Zukunft grosse Bedeutung haben. Die Art und Weise der Gewinnung und Nutzung muss sich aber noch entwickeln. Dieses Projekt ist sicherlich auch ein Versuch, mit dieser neuen Technik in der CKW Region Erfahrungen zu sammeln.» Der Start hierfür ist gelungen, seit zwei Wochen fliesst der Strom von der neuen Solaranlage.

Schulhaus GISIKON
Die eben montierte Anlage liefert 80000 kWh Strom pro Jahr.

 

SOLARANLAGE GISIKON

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