Gisikon: Sonderkredit „Erweiterung Schulhaus Mühlematt“

Rontaler vom 21. November 2019

In den vergangenen 3–4 Jahren wurden ausserordentlich viele Kinder in Gisikon geboren oder sind zugezogen. Mehr als die Gemeinde in ihren Prognosen, welche im Rahmen der Ortsplanung erstellt wurden, erwartet hat. Nun soll einem Sonderkredit in der Höhe von knapp 3,3 Millionen Franken zur Erweiterung des Schulhauses zugestimmt werden.

Für 2020/21 werden die maximalen Klassengrössen, welcher der Kanton vorgibt, in der Basisstufe überschritten. Aufgrund der Geburtenzahlen zeigt sich, dass vorderhand mit keiner Abnahme der Schülerzahlen zu rechnen ist.

Der letzte Ausbau der Schule Gisikon mit einer dritten Basisstufenklasse wurde für das Schuljahr 2015/16 nötig. Hier konnten noch kurzfristig umsetzbare Lösungen gefunden werden, in dem das Handarbeitszimmer in ein Schulzimmer umgewandelt und ein neues, jedoch sehr kleines Handarbeitszimmer neu geschaffen wurde. Dieser Raum ist zu klein und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.

In der Detailberatung zeigte sich, dass bei einer Erweiterung der Schulräume verschiedene Abläufe im Schulbetrieb optimiert werden müssen. Folgende Punkte stehen im Vordergrund:

  • Alle Klassenzimmer sollen zukünftig wieder im Bereich des Schulhauses Mühlematt platziert werden. Die heute bestehende Basisstufe im Zentrum Mühlehof soll wieder im Bereich des Schulhauses Mühlematt angesiedelt werden. Die Basisstufenklassenzimmer sollen im gleichen Trakt untergebracht werden.
  • Die frei werdenden Räume im Zentrum Mühlehof sollen für den Handarbeits- und Werkunterricht genutzt werden. Zusätzlich kann dort Musikunterricht erteilt werden.
  • Das Lehrerzimmer muss so vergrössert werden, dass wieder alle Lehrpersonen darin Platz finden. Auch ein Vorbereitungs- bzw. Sitzungszimmer ist notwendig.

Die Investition bedeutet, dass in den nächsten Jahren mit zusätzlichem Abschreibungsaufwand zu rechnen ist. Die Abschreibungsdauer für Hochbauten beträgt 40 Jahre, die jährliche Abschreibung beläuft sich somit auf rund Fr. 80‘000.00. Dazu kommen die höheren Lohnaufwendungen für die zusätzlichen Lehrpersonen für die Basisstufenklasse sowie die Erhöhung des Pensums für den Hauswart. Die Zinskosten können zurzeit vernachlässigt werden, da die Zinsen für Gemeinden noch nie so tief waren. Erfreulich ist, dass mit der neuen Aufgaben- und Finanzreform der Kanton statt 25% neu 50% der Schulkosten übernimmt. Dies ist für die Gemeinde Gisikon mit den steigenden Schülerzahlen positiv. Aus dem Finanzplan ergibt sich, dass die Folgekosten ohne Steuerfusserhöhung getragen werden können. Es braucht aber weiterhin ein gewisses Bevölkerungswachstum, damit die Steuererträge auch in Zukunft nicht stagnieren.

Somit können die Gisikoner am 27. November – an der Gemeindeversammlung – über den Sonderkredit von rund 3,3 Millionen Franken befinden.