Heilpflanzen, Kröten und Kneippen

Rigi Anzeiger vom 16. September 2016

Die zum Thema «Gesund durch Kneippen» initiierte Veranstaltung der regionalen Gesundheitskommission Dierikon, Gisikon, Honau und Root lockte Personen unterschiedlichen Alters an.

Junge bis ältere Menschen versammelten sich vergange Woche im sogenannten Fröschegärtli, um am Anlass der regionalen Gesundheitskommission teilzunehmen. Beim Marsch durch das Naturschutzgebiet Feldhof zeigte Erika Röthlisberger, diplomierte Kneipp-Gesundheitsberaterin und zertifizierte Phytopraktikerin, Heilpflanzen, die hier wachsen. «Der Saft des Spitzenwegerich hilft Mückenstiche zu lindern oder das Brennen, wenn man mit Brennesseln in Berührung gekommen ist», verrät sie. Röthlisberger führt gleich auch noch vor, wie der Saft aus dem Spitzwegerich gepresst werden kann: Indem man in zuerst zusammenrollt. Über die Verwendung und Wirkung von Brennesseln, Löwenzahn, Sumpfschachtelhalme und Farne weiss sie auch einiges zu erzählen. Über die Tiere, insbesondere die Amphibien, die im Naturschutzgebiet Feldhof leben, weiss daraufhin Daniela Elmiger Amrein, einiges zu verraten. Da gäbe es sogar Kröten, die regelrechte Schnecken vertilger seien. Das Thema Kneippen teilen sich dann die beiden Fachfrauen. Daniela Elmiger zeigt die Entstehung des KenippGartens Gisikon auf, deren Interessengemeinschaft übrigens schon über hundert Mitglieder zählt. Im Pavillon widmet sie sich dem Leben, Wirken und der Gesundheitslehre von Dr. Sebastian Kneipp. Erika Röthlisberger brachte jedem das Kneippen näher. Alsbald übten sich alle darin, spazierten über den Barfusspfad, bedienten sich der Gussstation, wateten durch die Wassertretanlage oder nahmen ein Armbad. Der anschliessende Apéro lockte mit feinen, gefüllten Vollkornbrötli, Apfelringli, Most, Blütenwasser und vielem mehr, das wohl tat.

Eine Intererssante, spannende und lehrreiche Veranstaltung war das!