Neues Logo für die Gemeinde Gisikon

Rigi Anzeiger vom 24. Mai 2013

Knapp eine Viertelstunde benötigte Gisikons Gemeindepräsident Alois Muri, um die Rechnung 2012 kurz zu erläutern und von den Teilnehmern der Gemeindeversammlung absegnen zu lassen. Mehr Zeit erforderte die Vorstellung jener Vorhaben, die die Gemeinde in nächster Zeit umsetzen will, wie beispielsweise die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Schulhauses Mühlematt, das Projekt Wohnen im Alter und das neue Gemeindelogo.

Bereits in der jüngsten «Gisiker Dorfpost»-Ausgabe präsentierte der Gemeinderat den «bäumigen» Abschluss der Rechnung 2012. Erzielt wurde ein Ertragsüberschuss von 390’000Franken. Budgetiert war ein Plus von 26’200Franken. Der Gewinn kam unter anderem dank Mehreinnahmen bei den Steuern zustande. Nach vierzehn Minuten stimmte die Mehrheit der rund fünfzig Versammlungsteilnehmer der laufenden Rechnung, Investitions- und Bestandesrechnung zu. Etwas länger dauerte es bis zur Abstimmung über die Verwendung des Gewinnes. Zwei Drittel davon wollte der Gemeinderat als Eigenkapital-Einlage und 120000Franken zur Vorfinanzierung der Photovoltaik-Anlage auf dem Schulhaus Mühlematt verwenden. Gemeinderat Bruno Vogel erklärte, dass es sich hierbei um ein Projekt der CKW im Rahmen «Solarstrom macht Schule» handle. Die CKW würde zwei Drittel der Kosten übernehmen. «Ich möchte diese Chance für die Gemeinde packen», betonte Bruno Vogel. Ein Versammlungsteilnehmer wollte Näheres über allfällige Immissionen wissen. Vogel klärte auf, dass heutige Anlagen nicht mehr reflektieren wie früher. Die Herkunft der Panels interessierte ebenfalls. «Da haben wir keinen Zwang, welchen Hersteller wir nehmen müssen», äusserte der für das Ressort Umwelt verantwortliche Gemeinderat. «Sind diese hagelsicher?» fragte ein Gisikoner. Bruno Vogel dazu: «Ich habe beim letzten Hagel festgestellt, dass viele Storen zerstört wurden, den Panels passierte nichts.»
Als sehr tief fand ein Stimmbürger die im Minimum von den CKW bezahlten 7 Rappen für den produzierten Strom. Bruno Vogel fand diesen Preis auch nicht atemberaubend und doppelte nach: «Wir möchten aber mit diesem Projekt Zeichen setzen.» Unterstützung erhielt er in Alois Muri, der die Installation der Photovoltaik-Anlage als zukunftsorientiertes Projekt bezeichnete. «Wir möchten das», unterstrich er im Namen des gesamten Gemeinderates. Die Versammlung folgte mehrheitlich diesem Wunsch.

Altersgerechtes Wohnen
Gemäss Altersleitbild des Kantons Luzern haben die Gemeinden dafür zu sorgen, dass es angemessene Wohnangebote im Alter gibt. Dazu hat sich der Gisikoner Gemeinderat auch Gedanken gemacht und möchte in der weiteren, geplanten Überbauung (Projekt Sirius) im Gebiet Weitblick ein Haus kaufen, das dem Wohnen im Alter noch angepasst werden müsste. Die Kosten belaufen sich auf 5,15 Millionen Franken, wie von Alois Muri zu erfahren war. In diesem Haus, das in der Nähe der Bushaltestelle zu stehen kommt, wird es elf Wohnungen mit 2½- und 3-½-Wohnungen zu einem Mietpreis von 1300 sowie 1600 Franken geben. Über den Hauskauf dürfen die Gisikonerinnen und Gisikoner an der Gemeindeversammlung im Herbst abstimmen.

Neues Logo
Seit jeher prangte auf dem Wappen der Gemeinde Gisikon die Brücke über der Reuss. Sie erschien in einem gelben, leicht verzierten Querbalken auf blauem Hintergrund. Zuerst – im 15. Jahrhundert – war es die Holzbrücke und später die neue Brücke. Das heutige Logo der Gemeinde entspricht diesem Wappen-Erscheinungsbild und wurde letztmals vor 15 Jahren überarbeitet. Aus Altersgründen und weil der Anbieter des Web-Hosting ausgestiegen ist, liess der Gemeinderat ein neues Logo kreieren. Dieses stellt die Brücke und die Reuss verblüffend anders dar. In der Öffentlichkeit wird das neue Logo erstmals im Oktober 2013 zu sehen sein. «Dann werden wir auch die neue Homepage aufgestartet haben», fügte Alois Muri an.

Karton entsorgen mit Vernunft
Auf gutem Wege sei die Fusion der Feuerwehren Gisikon-Honau mit jener von Root, wusste der für die Infrastruktur zuständige Gemeinderat Josef Lötscher zu erzählen. Am 1.1.2014 werde sie spruchreif. Abfinden müssen sich die GisikonerInnen, dass die 30er-Zonen ausgebaut werden. «Da machen wir das Minimum, was es dazu braucht», fügte Josef Lötscher an. Der Wunsch nach Wasserspielen und Sitzplätzen bei der Wissehrlibach-Verbauung könne nur nachgegangen werden, wenn Geld vom bewilligten Kredit übrig bleibe. Lötscher sprach auch die neue Abfallentsorgung durch die REAL an. Anfänglich seien Kehrichtsäcke stehen gelassen und Container nicht geleert worden. Das hätte sich nun gebessert. Aufhorchen liess den Gemeinderat die Diskussion um das Bereitstellen des Kartons. «Das ist nicht im Sinne des Bürgers, dass man alles bündelt. Da hoffe ich, dass man uns auch einen Schritt entgegen kommt», äusserte Josef Lötscher.

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