Was Eltern jetzt hilft – Medienmitteilung der jufa

Medienmitteilungen vom 04.04.2020 der jufa – fachstelle jugend und familie

Was Eltern jetzt hilft!
Die aktuelle Situation in der Schweiz stellt uns alle vor grosse Herausforderungen. Gerade Familien müssen sich aufgrund der Schulschliessungen sehr flexibel zeigen und ihren Alltag neu organisieren. Hinzu kommen Ängste und Sorgen, sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern. Hier ein paar Tipps für Sie als Eltern und Ihre Kinder.

  • Sich informieren – aber richtig
    Aktuell können wir rund um die Uhr Neuigkeiten zur Verbreitung und Bekämpfung des Corona-Virus erhalten. Die Flut an Informationen führt aber nicht zwingend zu einem Wissenszuwachs, sondern fördert möglicherweise die Verunsicherung. Besser ist es, sich zu fest gelegten Zeiten 1 – 2 x pro Tag zu informieren. Achten Sie darauf, Ihre Informationen bei seriösen und vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen. Begrenzen Sie generell die Zeit, die Sie täglich vor dem Fernseher, im Internet oder in den Sozialen Medien verbringen.
  • Anderen helfen – ein gutes Gefühl
    Unterstützen Sie Ihre Nachbarn oder andere Menschen in Ihrer Nähe im Rahmen Ihrer Möglichkeiten. Dies kann ein Anruf bei Bekannten sein mit der Frage nach deren Befinden oder auch das Angebot von Unterstützung an Menschen aus der Risikogruppe. Zusammen an einem Strick zu ziehen schafft Solidarität und gibt uns das Gefühl, der komplexen Situation weniger ausgeliefert zu sein.
  • Alltagsstruktur aufrecht erhalten
    Was für die Kinder gut ist, kann auch uns Erwachsenen nicht schaden. Behalten Sie Ihre gewohnte Alltagsstruktur bei. Stehen Sie auf und gehen Sie ins Bett zu gewohnten Zeiten. Erledigen Sie wie sonst auch alltägliche Pflichten. Vielleicht haben Sie nun mehr Zeit für einen ausführlichen Frühlingsputz oder die Gartenarbeit. Alltagsarbeiten im Haushalt lenken ab von negativen Gedanken und bestärken das Gefühl von Normalität.
  • Soziale Kontakte pflegen
    Die Massnahmen des Bundes zwingen uns dazu, unsere sozialen Kontakte stark einzuschränken. Für uns Menschen als soziale Wesen bedeutet dies eine grosse Herausforderung. So müssen wir nun vermehrt auf das Telefon sowie die sozialen Medien auszuweichen. WhatsApp, E-Mail, FaceTime oder Skype sind Alternativen zum persönlichen Kontakt. So könnte man z.B. statt des Treffens in der Stammbeiz das Feierabendbier gemeinsam via Skype vor dem Bildschirm trinken. Auch hier gilt die Devise: kreativ bleiben und neue Wege suchen.
  • Bleiben Sie in Bewegung – bleiben Sie aktiv
    Wir sind alle aufgefordert, vermehrt zu Hause zu bleiben. Da besteht die Gefahr träge zu werden. Doch Bewegung unterstützt und stärkt die Immunabwehr sowie die psychische Stabilität. Ideen für Fitness, Yoga oder Meditation zu Hause gibt es aktuell zuhauf auf YouTube und anderen sozialen Kanälen. Gehen sie 1x täglich nach draussen, sei es zum Joggen, Velofahren oder Spazierengehen. Frische Luft und Sonne wirken sich ebenfalls positiv aufs Immunsystem aus. Achten Sie dabei auf genügend Distanz zu anderen Personen, welche sich ebenfalls draussen aufhalten.

Für weitere Fragen stehen wir von der jufa Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns zu Bürozeiten unter der Nummer 041 440 62 88 oder jederzeit per E-Mail auf jufa@ebikon.ch. Auf unserer Webseite finden Sie zudem weitere Informationen.